İslamiyet


Freitagspredigt:Keuschheit und Scham (15.12.2017)



Keuschheit und Scham (15.12.2017) Verehrte Muslime!‎ Der berühmte Gefährte des Propheten Abu Dharr al ‎Gifari hatte die Ehre, dem Propheten zu dienen und ‎eines Tages war er wieder mit dem Propheten ‎zusammen.


Keuschheit und Scham
(15.12.2017)


Verehrte Muslime!‎

Der berühmte Gefährte des Propheten Abu Dharr al ‎Gifari hatte die Ehre, dem Propheten zu dienen und ‎eines Tages war er wieder mit dem Propheten ‎zusammen. Als der Prophet Abu Dharr bestimmte ‎Fragen stellte, entgegnete Abu Dharr dem Propheten, ‎dass der Gesandte Allahs es besser weiss und hörte ‎den erklärenden Ausführungen des Propheten zu. ‎Eine Frage des Propheten war wie folgt: “Abu Dharr, ‎was machst du wenn du so stark hungerst, dass du ‎nicht aus deinem Bett kommen, zur Moschee gehen ‎und wieder zurückkehren kannst?” Auch auf diese ‎Frage entgegnete Abu Darr damit, dass er sagte: ‎‎“Allah und sein Gesandter wissen es besser.”, um die ‎Meinung des Propheten zu erfahren. Daraufhin sagte ‎ihm der Gesandte Allahs: “Auch in dieser Situation ‎solltest du deine Keuschheit bewahren.”2

Werte Gläubige!‎

Keuschheit ist das Fernbleiben des Menschen vom ‎Verbotenen (Haram), und das Sich-Hüten von ‎unerlaubten Worten und Handlungen. Keuschheit ist ‎das ausgeglichene und maßvolle Handeln einer ‎Person, die das eigene Begehren zu Essen, Trinken ‎und ihre Sexualität trotz des Verlangens des Egos ‎bändigt. Es ist eine ethische Tugend, die ‎gewährleistet, dass man sich innerhalb des Rahmens, ‎der von der Religion festgelegt ist, bewegt.‎

Dagegen bedeutet “Scham”, sich zu schämen und ‎zurück zu halten und Abstand zu Sünden aus ‎Respekt vor Allah zu halten. Die Verlegenheit einer ‎Person aufgrund des Ausführens einer bösen Tat ‎oder des Unterlassens einer guten Tat können auch ‎als Scham erklärt werden. Der Prophet (s) hat in der ‎folgenden Überlieferung die Notwendigkeit ‎ausgedrückt, dass der Gläubige in seinen Worten und ‎Handlungen keusch und schamhaft sein sollte: “Der ‎Glaube besteht aus etwas mehr als siebzig Stufen. ‎Die höchste Stufe ist das Bekenntnis, dass es außer ‎Allah keine Gottheit gibt; die niedrigste Stufe ‎hingegen ist das Freiräumen der Straße von Dingen, ‎die Schaden zufügen könnten. Auch die ‎Scham ist ein Teil des Glaubens.”3 und er sagte: ‎‎“Jede Religion hat jeweils eine spezifische Ethik; und ‎die Essenz der islamischen Ethik ist die Scham.”4

Ehrenwerte Gläubige!‎

Die Scham wird sowohl in unserer Religion als auch ‎in unserer Kultur als eine hohe ethische Tugend ‎angesehen. Allerdings ist zu beobachten, dass die ‎ethischen Werte in der heutigen Gesellschaft ‎zunehmend degenerieren. Die Bedeutung des ‎Schamgefühls gegenüber ihrem früheren Wert hat in ‎der Gesellschaft begonnen, leider zu schwinden. Früher ‎wurden  schamhafte Personen gelobt, jedoch zeigt ‎sich heute, dass es in bestimmten Kreisen, ‎anstandslose Worte und das öffentliche Begehen ‎nicht tugendhafter und schamloser Handlungen, als ‎ein Zeichen des Selbstvertrauens und der Freiheit ‎akzeptiert werden. Jedoch ist der Verlust des ‎Schamgefühls etwas, das vorrangig den Status des ‎Menschen als “die Krone der Schöpfung” tilgt und ‎somit den Menschen bedeutungslos macht. Der ‎Respekt als Fundament des Zusammenlebens wird ‎hierdurch vernichtet und führt somit zum Verderben ‎der Gesellschaft. Aus diesem Grund hat unser ‎Prophet gesagt: “Wenn du dich nicht schämst, mache ‎was du möchtest!”5 , um darauf hinzuweisen, welche ‎große Gefahr schamloses Handeln für den ‎menschlichen Charakter darstellt. ‎

So wie wir als Muslime die erforderliche Sorgfalt ‎darauf legen, uns an die übrigen ethischen Prinzipien ‎unserer Religion zu halten, so sollten wir dieselbe ‎Sorgfalt zeigen, wenn es um Keuschheit und Scham ‎geht. Wir sollten unseren Kindern, die das Richtige ‎sowie das Falsche von ihrer Umwelt erlernen, die ‎Scham als einen tugendhaften Charakterzug ‎vermitteln und die Schönheit der Scham in ihr reines ‎Gewissen einprägen. Handlungen von Kindern, die ‎unbewusst anstandslose Worte verlieren oder ‎Handlungen durchführen, die gegen den Anstand ‎sind, dürfen wir nicht dadurch fördern indem wir sie ‎lächelnd hinnehmen. ‎

Ich beende meine Predigt mit einem Hadis unseres ‎Propheten, dem Vorbild der Keuschheit und Scham, und einem Vers aus dem edlen Koran: ‎‎„Wo oder bei wem sich auch Schamlosigkeit ‎befindet, führt sie Verabscheuung; wo oder bei wem ‎sich hingegen Scham befindet, führt sie zur ‎Verschönerung.“6

‎„Was aber jemanden angeht, der den Stand seines ‎Herrn gefürchtet und seiner Seele die (bösen) ‎Neigungen untersagt hat, so wird der (Paradies)garten ‎‎(ihm) Zufluchtsort sein.“‎7


Hasan Çağlayan
Religionsbeauftragter,‎ DITIB Şehitlik Moschee, Berlin


[1] Naziat 79/40-41          
2 İbn Mâce, Sadakât, 15                                    
3 Müslim, İman,57    
4 İbn Mâce, Kitabü’z-Zühd/Haya, 38/ 17                                  
5 Buhârî, Enbiyâ, 54  
6 Tirmizî, Birr, 47
7 Naziat 79/40-41





2017-12-15    


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